Nachdem gestern die großen Internetplatformen Wikipedia und Google, sowie unzählige andere Webseiten, nicht nur in den USA, ein Zeichen gegen den Stop Online Piracy Act (SOPA) und den PROTECT IP Act (Preventing Real Online Threats to Economic Creativity and Theft of Intellectual Property Act of 2011 or PIPA) gesetzt haben, scheint sich wenigstens kurzfristig etwas im US Senat zu regen. Ob das wirklich das Gesetz verhindert bleibt abzuwarten.
Im Prinzip stellt sich für mich dieses Vorhaben, wie ein amerikanischer Aufguss unserer Zensursula-Diskussion dar. Nur eben typisch amerikanisch: größer, medial wirkungsvoller, gefährlicher. Ebenso, wie bei uns wäre eine simple DNS Umleitung wenig wirkungsvoll und leicht zu umgehen. Mit den Erfahrungen aus der Zensursula Diskussion im Hinterkopf hoffe ich wirklich, dass dieses Gesetz das gleiche Schicksal ereilt, wie sein unsägliches deutsches Equivalent.
Die (Internet-)Welt ist also schon fast gerettet? Nein!
Diesseits des Atlantiks lautert schon seit einiger Zeit Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), das getarnt geplant als Handelsabkommen weit mehr Aspekte des Lebens betrifft, als anzunehmen ist. Es bleibt also noch viel zu tun, nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks. An dieser Stelle will ich auf die Seite La Quadrature du Net aufmerksam machen, die diese Themen recht umfangreich betrachten.
Das Internet ist weit mehr, als ein paar LolCats und Facebook und an Tagen wie gestern ist das hoffentlich etwas deutlicher geworden.
[update]
Netzpolitik.org hat mal ein paar Zahlen von sopastrike.com zusammengefasst.




